Sommerwind

Blumen nicken den Wolken zu, die stetig gemächlich durch das Blau ziehen, das sich weit über den Horizont spannt. Wie ein Gruß schwebt eine Libelle vorbei und nimmt den Duft reifen Korns mit sich, um ihn den kleinen Völkern am Ufer der warmen Teiche zu bringen. Mohn, roter Tupfer im goldgrünen Bild des Feldes, tanzt mit der Brise. Blaue Kornblume ist sein Begleiter, die Grille zirpt die Melodie, der Bauer schlägt mit dem Flegel den Takt. Schwalben gesellen sich zum dem Tanz der Elemente, wenn Stare in Wolken aufsteigen und Schmetterlinge ihre schönsten Gewänder tragen. Halme zwicken mich in meine nackten Füße, um mich daran zu erinnern, im Hier und Jetzt zu bleiben. Das Lied des Lebens sickert in mein Blut. Eins sein mit Allem. Tief atme ich die Zeit ein, und sie riecht nach Heu und Kamille und Apfel. Das Feld wispert um mich herum; in seiner Mitte sitze ich und lausche den Worten des Windes, der den Bäumen Kunde bringt von Sommergewitter und wohltuendem Regen.

by Leland Francisco

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Eingeordnet unter Mutter Natur, Wundervolles

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