Verfasst von: keezrha | 06/02/2010

Frühjahrsteekur

Nach einem harten, langen und dunklen Winter bietet es sich an, die körpereigenen Reserven wieder etwas aufzufüllen. Bewegung an der frischen Luft, tiefes Durchatmen, gesund und lecker essen und dazu: eine Teekur.

Alles, was es dazu braucht, sind ein paar getrocknete Kräuter aus der Apotheke oder dem Reformhaus. “Back to nature” heißt die Devise natürlich. Im Frühling kann man sich die Kräuter dann direkt von den Wiesen und Feldern holen. Am besten sind dann die jungen frischen Triebe.

Zwei Heilkräuter tun sich in der Frühljahrskur ganz besonders hervor.

Die Brennessel ist eine hervorragende Heilpflanze mit einer Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten.

Sie wirkt u.a. blutreinigend und blutbildend, stoffwechselfördernd, gegen Appetitlosigkeit und Frühjahrsmüdigkeit und bei Bluthochdruck.
Desweiteren hilft sie bei Harnwegserkrankungen, Gicht, Rheuma, Verstopfung und Durchfall.

Im Frühjahr kann man die jungen Pflanzen ernten und in Tees und Salate verwenden.
Ganzjährig kann man das getrocknete Kraut erwerben oder auch selbst herstellen.

Für eine Tasse Brennesseltee 1-2 Teelöffel Brennessel mit frisch aufgekochtem Wasser übergießen, ca. 10 min. ziehen lassen und abseihen. 3 Tassen täglich davon trinken und möglichst immer ein “stilles Örtchen” an der Hand haben…

Der Löwenzahn ist unverkennbar an seinen gezahnten Blättern und den gelben Blüten, die wie kleine Sonnen in der Wiese leuchten. Und er ist, man glaubt es kaum, ebenfalls eine sehr gute Heilpflanze.

Auch er wirkt blutbildend und -reinigend sowie harntreibend. Er hilft gegen Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit und Frühjahrsmüdigkeit, bei Bronchitis, Husten, Fieber und Magenschwäche.

Gesammelt werden die Blätter, die Blüten und die Wurzeln (aus denen auch Kaffee hergestellt werden kann).

Er macht sich gut in Tees, Salaten, Suppen und sogar als Brotaufstrich. Auch Honig gibt es von den leuchtend gelben Blüten.

Den Löwenzahnsalat kann man aus frischen zarten Löwenzahnblättern im Frühling zubereiten und mit Sahne und Zwiebeln verfeinern.

Verfasst von: keezrha | 28/01/2010

Niemals in Vergessenheit geraten lassen

Hühner scharren gerne. Hühner laufen gerne. Hühner brauchen Platz, Luft und Sonnenlicht.
Wie lob’ ich mir die “natürlichen Zustände” zuhause.
Umso mehr widert mich das alles hier an.
Mensch, pass auf, dass du es nicht zu weit treibst in deiner “gottgegebenen” Überheblichkeit.

Verfasst von: keezrha | 24/01/2010

Kraft haben

Wie immer hält das Leben und der Weg, den ich gehe, böse Überraschungen bereit. Kein Monat vergeht ohne Zwischenfälle. Zwischenfälle, bei denen es ums nackte Überleben geht.

Heute nacht fielen mich die Schlangen an. Ich wusste nicht, was für welche es waren, wo sie herkamen, wer sie schickte. Sie wollten Blut lecken, mein Blut. Daran gab es keinen Zweifel. Pure Instinkte trafen aufeinander, Dolch durch Schlangenhaut, ein Quäntchen glückliche Magie. Ich behielt die Oberhand. Ich war kräftig genug.

Aber die Verschnaufpausen währen nur kurz. Nicht lange, und die nächste Herausforderung wird meinen Weg kreuzen.

Immer Kraft haben, immer wachsam sein in einer Welt, die einem keine Liebe entgegenbringt. Nicht, solange der Spieß umgedreht wird; nicht, solange die Karten neu gemischt werden. Dies ist das Ziel, das Ende des Weges, den ich im Moment gehe und der an meinen mentalen Kräften zehrt. Was danach kommt, hoffe ich zu wissen: das Ende allen Leidens, aller falschen Hoffnungen, aller Unwahrheiten.

Neubeginn für ein Leben, das diesen Namen verdient.

Verfasst von: keezrha | 24/01/2010

Tarot-Karte über mich

You are The Chariot

Triumph, Victory, Overcoming Obstacles.

The chariot is one of the most complex cards to define. On its most basic level, it implies war, a struggle, and an eventual, hard-won victory. Either over enemies, obstacles, nature, the beasts inside you, or to just get what you want. But there is a great deal more to it. The charioteer wears emblems of the sun, yet the sign behind this card is the moon. The chariot is all about motion, and yet it is often shown as stationary. It is a union of opposites, like the black and white steeds. They pull in different directions, but must be (and can be!) made to go together in one direction. Control is required over opposing emotions, wants, needs, people, circumstances; bring them together and give them a single direction, your direction. Confidence is also needed and, most especially, motivation. The card can, in fact, indicate new motivation or inspiration, which gets a stagnant situation moving again.

What Tarot Card are You?
Take the Test to Find Out.

Verfasst von: keezrha | 16/01/2010

Tage im Schnee

Knöcheltief liegt es da, das weiße Wunder der Wintertage, das leise aus dem Himmel niederrieselt und die schlafende Welt mit einem hellen Mantel bedeckt.

Darunter schlummert das Leben, das sich im Frühjahr seinen Weg durch die Decke bahnen wird, in den Adern der ersten Blüher wie Winterling, Krokus, Schneeglocke.

Doch noch sammelt es Kraft, während Väterlein Frost unsere liebe Mutter Natur in seinen kalten, weichen Armen hält und die Hasen und Rehe vom Blattgrün träumen.

Verfasst von: keezrha | 30/12/2009

Ein unverhoffter Gruß

KeezRha schickte mir einen kleinen Gruß, lieben Dank dafür :D Schwarz und Silber sind meine Lieblingsfarben, und Vögel mag ich sowieso ;)

Von Kunst und Kreatives
Verfasst von: keezrha | 19/12/2009

der Wächter

Von Wald & Flur

Nichts Nervenerfrischenderes weiß ich, als in weißer Winterdämmerung so dahinzuwandern im wirbelnden Geflocke. Es ist Natur, die gleichsam vom Himmel fällt, so still und so rein, wie es nichts Reineres gibt auf Erden.
Peter Rosegger

Verfasst von: keezrha | 11/12/2009

- Heute sprachlos -

In Anlehnung an ein bekanntes Herbst-Gedicht:

Leer sind schon die Wälder,
aufgeräumt die Felder,
das steigert den Gewinn.
Sägespäne fallen,
die Traktoren rollen,
Monokultur ist in!

Gerade heute, auf einer langen Autofahrt, sind mir die winternackten Wälder aufgefallen: der Waldboden wie sauber geleckt: kein abgebrochenes Ästlein darf die irritierende Harmonie eines aufgeräumten Waldes stören. Totholz? Fehlanzeige.

Hinter unserem Haus: ein kleiner Tannenwald. Die Bäume steh’n in Reih’ und Glied. Ein kleines Zugeständnis an Mutter Natur sind Vogelhäuschen. Dafür wurden am Waldrand die Schlehenbüsche gerodet, die Vorratskammer für viele Vögel im Winter. Sie (die Büsche) stören das Gesamtbild eines sauberen Waldes. Dass sie die Wälder nicht auch noch planieren und mehrere Fussballstadien darauf bauen (wie neben dem Wildpark passiert), wundert mich. Aber ich sollte nicht so laut brüllen – am Ende wird es noch von Verantwortlichen gehört, die dann auf dumme Ideen kommen :shock:

Mutter Natur, auf Wiedersehen – deine Kinder wenden sich ab von dir, und ich wende mich ab von ihnen in Scham :cry:

Verfasst von: keezrha | 02/12/2009

Das verlorene Paradies

“Faith divides us – death unites us” – welch wahrer Satz, der mir gleich auf Anhieb gefallen hat, als KeezRha die neue Silberscheibe von Paradise Lost glücklich in den Händen hielt. Vor dem Tod sind alle gleich, Gläubige, Atheisten, Agnostiker, Täter, Opfer, Reiche, Arme. Ein Thema, über das man sehr viel philosophieren könnte.

Angetan hat es mir definitiv der titelgebende Song, ebenso bringt “Last Regret” meinen Puls in ungeahnte Höhen, der Rest der CD ist Durchschnitt. Aber damit kann ich leben – bei solchen Sachen bin ich sehr wählerisch, es gibt nicht sehr viele Songs, die meinen etwas komplizierten Geschmack treffen *smile*

Verfasst von: keezrha | 04/11/2009

Gegen Allergie die Pille(n)

Entgeistert starre ich auf die Tabletten, die sie nimmt: zwei Stück, jeden Abend, längliche Kapseln, eine hellbraun, die andere, ich meine nicht richtig zu sehen, schwarzgelb wie eine aggressive Wespe gefärbt.

Ob das gesund sein kann?

Argwöhnisch nehme ich die Packungen zur Hand, lese: Kumsan Ginseng (das sind die Wespenpillen), Kapseln gefüllt mit Ginsengwurzelpulver, hilfreich gegen Müdigkeits- und Schwächegefühl, bei nachlassender Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit. Ein goldener Drache schwingt sich vor grünem Hintergrund. Ich erfahre, dass Kumsan Ginseng nicht gleich Ginseng ist – es ist etwas anderes, etwas Besonderes, etwas, dass man seltener bekommt. Daher wohl auch die Lieferengpässe.

Die andere Packung, die mit den hellbraunen Kapseln, verrät Propolis als ihren Inhalt. Zur Stärkung der Abwehrkräfte. Hochdosiert, nur 1 Kapsel täglich.

Ich fühle mich seltsam, lasse mir von ihr erklären, dass das nur “Gelatine” ist, dass sich die Kapseln im Magen auflösen und die Wirkstoffe freigeben. Man muss viel trinken, wenn man sie einnimmt. Sie hat zu Leber- und Gallentee gegriffen, “das wird für diese Kur empfohlen”. Aha. Eine Kur also? Habe ich etwas verpasst, während ich weg war? Und: war ich so lange abwesend, dass hier alle verrückt werden?

Zu meiner Beruhigung muss ich gestehen: sie wirft nichts chemisches ein. Nichts von diesen künstlichen Wirkstoffen, die diese Welt im Übermaß produziert. Doch auch sie ist ein Kind dieser künstlichen Welt: die Pillen und der Tee sind eine Kur gegen Heuschnupfen, die Pollenallergie, die sie alljährlich im schönen Frühsommer quält, wenn die Blumen im Wind nicken.

“Es sind die Gräser”, sagt sie, “ich muss ständig niesen, bekomme knallrote Augen, der Gaumen juckt – der GAUMEN juckt, stell dir das vor, Ashreel! Es ist ekelhaft, man kommt nicht richtig dran, und die Zunge ist ganz wundgescheuert, so sehr versucht man, dieses Jucken zu beenden…” Beruhigend tätschle ich ihre Schulter, während sie weiter schimpft und traurig darüber ist, dass sie den Sommer nie richtig genießen kann. “Ständig habe ich Angst, einen “Anfall” zu bekommen. Diese Kur probiere ich jetzt zum ersten Mal aus, drei Monate lang jeden Tag je eine der Kapseln schlucken, dazu den Tee schlürfen, am besten eigentlich den ganzen Tag lang.”

Wenn es den Heuschnupfen tatsächlich lindert, so soll es ihr und mir wert sein. Mir persönlich jedoch ist diese Allergie fremd. Vielleicht wachsen die Kinder dieser Welt zu behütet auf, sie werden vielleicht ein wenig zu sehr von Mutter Natur ferngehalten, aus Angst, sie könnten sich Krankheiten einfangen. Doch gerade das “Wühlen im Dreck”, das tägliche Draußen-Spielen, das ist es, was “abhärtet”, was Allergien vorbeugt und das Immunsystem stärkt.

Nun also kämpft sie mit natürlichen Mitteln gegen eine unnatürliche Krankheit. Wenn das mal kein Vorbild ist. Ich bin ein klein bisschen stolz auf sie und denke mir, dass noch nicht alles verloren ist, dass viele Menschen ihre Wurzeln noch nicht ganz vergessen haben. Viel Glück wünsche ich ihr, und das von ganzen Herzen!

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